Veröffentlicht in Lukas

Vergeben anstatt richten

Lukas 6,37-42 (37)

„Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.“

Durch Gottes Wort erkennen wir, was vor Gott richtig und falsch ist. Wir sollen uns jedoch davor hüten, andere zu richten und zu verdammen; das heißt, lieblos über sie zu urteilen und sie zu verurteilen. Wir dürfen nie vergessen, wer wir vor Gott sind: Sünder, denen allein aus Gottes Gnade vergeben wurde. Wenn wir daran festhalten, können wir anderen gegenüber barmherzig, großzügig und vergebend sein. Bei Jesus können wir lernen, wie wir mit der Blindheit und den Fehlern und Schwächen der anderen umgehen können. Ein Blinder kann einem anderen Blinden nicht erfolgreich den Weg weisen. Vor allem unsere Sünde macht uns geistlich blind. Sie ist wie ein Balken im Auge, der zwar schmerzt, den wir aber nicht sofort erkennen können. Uns stört vielmehr der Splitter im Auge des anderen. Wir möchten zuerst diesen Splitter beseitigen. Doch der richtige Weg besteht darin, zuerst den Balken in unserem Auge zu entfernen; das bedeutet, zuerst für unsere eigene Sünde vor Gott Buße zu tun und uns verändern zu lassen. Dann sind wir qualifiziert, auch anderen geistlich zu helfen und ihre Splitter zu entfernen. Meist können wir dann erkennen, dass unsere Sünde viel schwerwiegender war als das, was uns an dem anderen so sehr gestört hat.

Gebet: Herr, danke dass Du mir meine Sünde vergeben hast. Lass mich mit meiner Sünde zu Dir kommen und mache mich demütig, anderen geistlich zu helfen.

Ein Wort: Entferne zuerst den Balken in deinem Auge!