Veröffentlicht in Nehemia

Ich stärkte desto mehr meine Hände

Nehemia 6,1-14 (9)

„Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und dachten: Sie sollen die Hand abtun vom Werk, dass es nicht fertig wird. Da stärkte ich desto mehr meine Hände.“

Nehemia war kurz davor, das Werk der Schutzmauer Jerusalems zu vollenden. Es ist daher wenig verwunderlich, dass dies die Zeit größter Anfechtungen war. Wir lesen in den vorliegenden Versen von drei Angriffen der Feinde. Zuerst bat man ihn, ins Tal Ono zu einer angeblichen Friedenskonferenz zu kommen. Aber Nehemia antwortete (3): „Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen. Das Werk würde liegen bleiben.“ Danach ließ der Feind einen offenen Brief vorlesen. Nehemia wolle in Konkurrenz zum persischen König selber König der Juden sein. Wie reagierte Nehemia darauf? Er stärkte desto mehr seine Hände. Er wehrte den bösen Geist der Furcht ab. Er erhob seine Hände zum Gebet und ließ die Leute bis zum Ende weiterarbeiten. Zuletzt versuchten seine Feinde, ihn in das Innere des Tempels zu locken. Damit hätte er Gottes Gebot übertreten und vom Volk verhöhnt werden können. Aber auch in dieser Situation ließ er sich nicht von Furcht übermannen. „Sollte ein Mann wie ich fliehen? Ich gehe nicht hinein.“ In all dem überwand Nehemia weit. Er zeigt uns, wie wir in Anfechtungen reagieren sollen. Anstatt furchtsam zu werden, sollen wir umso mehr beten. Das ist das Geheimnis unseres Sieges.

Gebet: Gedenke, mein Gott, der bösen Menschen, die mich abschrecken wollen. Ich will meine Hand nicht vom Werk abtun, bis es fertig werde.

Ein Wort: Da stärkte ich desto mehr meine Hände