Veröffentlicht in 1. Mose

Der Turmbau zu Babel

1. Mose 11,1-9 (8)

„So zerstreute sie der Herr von dort über die ganze Erde, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.“

Von Beginn an hatte die ganze Welt eine einheitliche Sprache. Das war einerseits praktisch, andererseits barg es die Gefahr, dass die Menschen dies zu Zwecken von Macht und Einfluss ausnutzen konnten, wie es hier geschah. Man einigte sich darauf, eine Stadt zu bauen sowie einen Turm, der bis in den Himmel reichen sollte. Einerseits war das ein Monument, mit welchem man sich einen bleibenden Namen machen wollte. Andererseits stand das Bauprojekt für die Schaffung einer Einheitskultur, in welcher alle ihr zugehörigen Menschengruppen unter Kontrolle waren und dem Diktat der Einheit zu gehorchen hatten. Als die Menschen das Vorhaben tatsächlich in die Tat umzusetzen begannen, griff Gott ein. Er sah ihren Hochmut und wusste, dass sie zu noch mehr als zu dem betreffenden Projekt in der Lage waren. Daher verwirrte er ihre Sprache, sodass sie einander nicht mehr verstanden. Daher heißt der Ort, an dem das geschah, Babel, was „Verwirrung“ oder „Ort, an dem ein Gewirr von Sprachen zu hören ist“ bedeutet. Hochmut bewirkt, dass sich Menschen trennen und Gruppen spalten, anstatt im friedlichen Miteinander zu leben. Gott bewahrt uns, die er liebt, durch sein Eingreifen davor, dass wir uns durch hochmütiges Handeln selber schaden.

Gebet: Herr, bewahre mich vor Hochmut. Ich freue mich über deine Liebe und über dein Handeln zu meinem Schutz.

Ein Wort: Friedliches Miteinander statt Hochmut