Veröffentlicht in Esra

Die gute Hand unseres Gottes

Esra 8,1-36 (22)

„Denn ich schämte mich, vom König Geleit und Reiter zu fordern, um uns auf dem Wege vor Feinden zu helfen. Denn wir hatten dem König gesagt: Die Hand unseres Gottes ist zum Besten über allen, die ihn suchen, und seine Stärke und sein Zorn gegen alle, die ihn verlassen.“

Esra sammelte die Rückkehrer an einem Nebenarm des Euphrat. Es waren etwa 1.500 Mann. Darunter waren Priester, aber kein einziger Levit. Esra beschloss, eine Gruppe von namhaften Leuten zu senden, um doch noch Leviten für die Mitreise zu gewinnen. Es gelang ihnen durch Gottes Hilfe; 258 Leviten schlossen sich der Reisegruppe an. Vor dem Aufbruch rief Esra ein Fasten aus. Sie sollten (und mussten!) um Gottes Schutz bitten. Denn sie hatten dem König gesagt, dass sie kein militärisches Geleit bräuchten. So fasteten sie und beteten zu Gott; und er erhörte sie. Esra übertrug den Priestern und Leviten die Verantwortung über die materiellen Schätze, die sie mitnahmen. Alles wurde sorgfältig gezählt und gewogen. Nach der Reise wurde alles erneut geprüft. Es fehlte nicht ein einziges Stück. Gott schützte sie vor Feinden und Wegelagerern – und vor Korruption. Sie erfuhren, dass Gott denen, die ihn suchen und ihm vertrauen, wirklich zum Besten dient. Die Rückkehrer hielten ein großes Fest und feierten mit ihren „Vorgängern“.

Gebet: Herr, danke, dass denen, die dich lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach deinem Ratschluss berufen sind (Röm 8,28).

Ein Wort: Den Herrn suchen und lieben

Veröffentlicht in Esra

Wer es nicht kennt, den sollt ihr es lehren

Esra 7,11-28 (25)

„Du aber, Esra, setze nach der Weisheit deines Gottes, die in deiner Hand ist, Richter und Rechtspfleger ein, die allem Volk jenseits des Euphrat Recht sprechen, nämlich allen, die das Gesetz deines Gottes kennen; und wer es nicht kennt, den sollt ihr es lehren.“

Esra hatte für die Rückkehr nach Jerusalem Gottes Segen erbeten und erfahren (6.9). Auch gab ihm Artaxerxes eine Vollmacht, die sein Vorhaben unterstützte. Der König und seine sieben Räte ermutigten alle Israeliten, die willig waren, zur Rückkehr in die Heimat ihrer Vorfahren. Ausdrücklich sollten auch Priester und Leviten mitgehen. Schon die ersten Heimkehrer hatten von den Menschen, unter denen sie noch wohnten, materielle Unterstützung erhalten. Artaxerxes wiederholte dies und gab noch weitere Gegenstände für den Tempel. Esra sollte unterwegs und in Juda aus der Staatskasse mit allem Nötigen versorgt werden. Der König gab ihm außerdem eine wichtige Vollmacht, die zugleich eine Anweisung war. Esra sollte Richter und Rechtspfleger einsetzen. Sie sollten Gottes Wort selbst gut kennen und es alle lehren, die es nicht kannten. Wir dürfen annehmen, dass Esra selbst diesen Text vorformulierte; trotzdem überrascht, dass er so von Artaxerxes besiegelt wurde. Esra lobte Gott, der das Herz des Königs und seiner Räte bewegte. Mit Gottes Hilfe und dieser Vollmacht konnte er viele Sippenhäupter ermutigen, mit ihm nach Juda zu ziehen.

Gebet: Herr, danke für deine Weisheit und deinen Segen. Gebrauche mich, denen, die dein Wort nicht kennen, als Bibellehrer zu dienen.

Ein Wort: Es ist weise, Gottes Wort zu lehren