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Einführung in das Buch Ester

Das Buch Ester (pers.: Stern) handelt davon, wie ein schönes jüdiches Mädchen Königin vom Persischen Reich wurde, und später von Gott gebraucht wurde, um ihr Volk zu retten. Es ist das einzige Buch der Bibel, das den Namen Gottes nicht erwähnt. Dennoch handelt es davon, dass Gott der souveräne Herr ist, der die Geschichte lenkt und seine Verheißungen an seinem Volk Israel treu erfüllt. Das Purimfest wurde von Ester und ihrem Cousin Mordechai, der ihr Pflegevater war, als ein Gedenktag eingesetzt. Es erinnert die Juden bis heute daran, dass Gott souverän und treu ist.

Die Ereignisse in diesem Buch geschahen während dem 3. und 12. Regierungsjahr (483-473 v. Chr.) des mächtigen Perserkönigs Ahasveros (hebr.; gr.: Xerxes I.). Sie sind chronologisch zwischen Esra 6 und 7 einzuordnen. Während viele Israeliten nach Palästina zurückgekehrt waren, um den Tempel wiederaufzubauen und das Opfersystem wiedereinzusetzen, blieb die überwiegende Mehrheit im Exil und war über das ganze Persische Reich verstreut. Das mosaische Gesetz und das Opfer von Tieren kommen im Buch Ester nicht vor, was darauf hinweist, dass die jüdischen Exilanten Gottes Willen nicht erfüllten. Auch das Beten wird nicht ausdrücklich erwähnt, nur das Fasten, im Gegensatz zu den Büchern Esra und Nehemia, die das Gebet betonen.

Mordechais Worte zur Königin Ester sind der Leitvers dieses Buches:

„Denn wenn du zu dieser Zeit schweigen wirst, so wird eine Hilfe und Errettung von einem andern Ort her den Juden erstehen… Und wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?“

(Ester 4,14)

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Die Verstoßung der Königin Waschti

Ester 1,1-22 (12a)

„Aber die Königin Waschti wollte nicht kommen, wie der König durch seine Kämmerer geboten hatte.“

Das Königreich Persien erstreckte sich vom Indus im Westen Pakistans bis zum Nil (Agypten, Sudan, Äthiopien), und umfasste 127 Länder. König Ahasveros gab ein großes Festmahl für alle seine Großen und zeigte ihnen 180 Tage lang die Pracht seiner Majestät. Danach veranstaltete der König für das ganze Volk in seiner Festung Susa ein siebentägiges Fest. Die Königin Waschti durfte im königlichen Palast mit den Frauen feiern. Am siebten Tag, als der König guter Dinge war, befahl er seinen Kämmerern, Königin Waschti holen zu lassen, damit er dem Volk und den Fürsten ihre Schönheit zeigte. Aber sie wollte nicht kommen. Der König war es gewohnt, alles zu erhalten, wann immer er es verlangte. Deswegen wurde er über die Weigerung der Königin sehr zornig. Der erzürnte König ließ sich darüber beraten, was man nach dem Gesetz mit Königin Waschti tun sollte. Da riet Memuchan, einer der königlichen Berater, sie zu verstoßen und ihre königliche Würde einer anderen zu geben, die besser war als sie. Der Erlass, dass ein jeder Mann der Herr in seinem Hause sein sollte, sollte die Frauen davor warnen, ihre Männer zu verachten, und sollte sie dazu ermutigen, die Ordnung in den Familien zu bewahren. Das gefiel dem König. So wie der Mann das Haupt der Familie ist, so ist Christus das Haupt der Gemeinde, die er als seinen Leib erlöst hat. Gobet: Herr, bewahre die gegenseitige Achtung und die Ordnung in einer Ehe.

Gebet: Achtung und Ordnung

Ein Wort: