Veröffentlicht in Kolosser

So sucht, was droben ist

Kolosser 3,1-10 (1)

„Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.“

Die Gläubigen sind mit Christus gestorben und auferweckt. Daher sollen wir suchen, was droben im Himmel ist, weil Christus, der die Mächte des Bösen und des Todes besiegt hat, dort zur Rechten Gottes sitzt. Nach dem Ewigen und Unsichtbaren sollen wir trachten, nicht nach dem, was auf Erden ist. Wir sind den Begierden des Fleisches und der sündigen Natur gestorben. Unser Leben ist mit Christus in Gott verborgen, d.h. wir sind noch nicht verherrlicht. Wenn Jesus bei der Entrückung erscheinen wird, dann werden wir mit ihm in Herrlichkeit offenbar werden und Jesus gleich sein. Die sündigen Glieder auf Erden sollen getötet und wie alte Kleider weggeworfen werden. Habsucht ist Götzendienst, weil sie Befriedigung in den Dingen auf der Erde und nicht in dem, was im Himmel ist, sucht. Christen sollen nicht so weiterleben, als ob sie für die Sünde noch lebendig wären, wenn sie es doch eigentlich nicht mehr sind. Der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams hat schon begonnen und wird in der zukünftigen Bestrafung des Bösen enden. Einst sind auch wir in der Sünde gewandelt, bevor wir das Evangelium von Christus kannten. Wir sollen unsere Sünden wie schmutzige Kleidung ausziehen. Weil Wahrhaftigkeit wesentlich ist für die, die dem nachfolgen, der die Wahrheit ist, sollen wir einander nicht belügen. Vielmehr sollen wir den neuen Menschen anziehen.

Gebet: Lieber Vater, danke, dass wir mit Christus auferweckt sind. Hilf uns, das Himmlische zu suchen.

Ein Wort: Sucht und trachtet nach dem, was droben ist!

Veröffentlicht in Kolosser

Halte dich an das Haupt

Kolosser 2,16-23 (19)

„und hält sich nicht an das Haupt, vom dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken.“

Die Gläubigen sollen sich von niemandem ein schlechtes Gewissen machen lassen wegen Speise und Trank, sondern sie mit Danksagung genießen. Jesus hat die Forderungen des Gesetzes erfüllt, deshalb sind die Gläubigen von diesen befreit. Das Sabbatgebot wird im Neuen Testament nicht wiederholt. Die Gesetzesvorschriften sind nur ein Schatten des Zukünftigen. Sie sollten sich den Siegespreis nicht von denen nehmen lassen, die sie von der Wahrheit in Christus weg und zum Schatten des Gesetzes zurückbringen wollten. Diese gefielen sich in falscher Demut, hatten den Schein von Frömmigkeit und verehrten Engel, was die Schrift verbietet (2. Mose 20,3.4; Offb 22,8.9). Sie rühmten sich ihrer Visionen und waren grundlos aufgeblasen und fleischlich, da sie sich nicht an das Haupt hielten. Ohne Christus hatten sie kein Leben. Mit Christus sind die Gläubigen den Elementen der Welt gestorben. Weshalb lassen sie sich wieder Satzungen auferlegen, als lebten sie noch in der Welt? Der Hang zur Askese ist pseudo-spirituell, vgl. 1. Mose 3,3: „rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet“. Der Asketizismus erwächst aus einem Gefühl der Schuld. Sie besaßen einen Schein von Weisheit, aber sie waren nichts wert. Christus allein hat durch seinen Tod alle Schuld getilgt.

Gebet: Lieber Herr Jesus, danke, dass du mir hilfst, mich entschlossen an dich, dem Haupt zu halten.

Ein Wort: Halte dich an das Haupt, Jesus!